Erinnerung ist ein aktiver und fließender Prozess. Unsere Alltagserfahrungen beeinflussen unsere Sicht auf die Vergangenheit. Denkmäler prägten nicht nur die Kärntner Stadt- und Dorfbilder; sie wirkten auch auf die politischen Einstellungen und die Mentalitätsgeschichte der Bevölkerung ein. Neben den „steinernen Zeugen“ aus der Vergangenheit gestalten auch persönliche Aufzeichnungen, literarische Werke, Ton- und Bilddokumente, Kunstwerke und sogar Alltagsgegenstände unsere Erinnerungen entscheidend mit.
In Kärnten existieren unterschiedliche Erinnerungsgemeinschaften, die Erinnerungen weitergeben und dabei neu formen. Diese neukonstruierte Vergangenheit war und ist immer wieder Gegenstand diverser politischer Auseinandersetzungen.